SchlagwörterTango Tanzen

Egentlig en Danser – Kari Bremnes/ Fel Shara – Klezroym

Am Anfang hörte sich für mich alle klassische argentinische Tangomusik irgendwie gleich an. Inzwischen weiß ich, das es riesige Unterschiede in der Musik gibt, selbt wenn man nur die Musik des „goldenen Zeitalter des Tango“ betrachtet. Sie kann rhythmisch, leichtfüßig daher kommen, genauso wie dramatisch, schwülstig. Daher lässt sich Tango manchmal schwungvoll, fast sportlich tanzen und manchmal spannungsvoll langsam.

Diese Spannbreite lässt sich auch mit Non-Tango Musik voll auskosten. Das obere Stück ist von der norwergischen Künstlerin Kari Bremnes, die ihre eigene Musik als nordgerichtet, europäisch, offen, persönlich und melancholisch bezeichnet. In dem Titel geht es um einen Mann, der nach dem Tod seiner Frau sein Dasein als Taxifahrer bestreitet, obwohl er eigentlich ein Tänzer war.

Schwungvoll kommt das zweite Stück, ein Klezmer-Non-Tango daher, obwohl es um zurückgewiesene Hoffnungen eines Mannes gegenüber einer bildschönen, jungen Frau geht. Er will mit ihr auf der Straße sprechen, aber sie ignoriert ihn und scheucht ihn mit ihrem Regenschirm fort, weil ihr Vater auf sie wartet. Der junge Mann will auf sie warten, bis zur Nacht, bis zum Morgen und jeden Morgen danach um ihrer Liebe willen. Die Gruppe heißt Klezroym, kommt aus Italien und macht seit 1995 Klezmer Musik.